Eine Phenom-II CPU von AMD

Der optimale PC – Der Prozessor (CPU)

Bei den CPUs gibt es nur noch zwei Firmen, die den Markt für Desktop Prozessoren beinahe vollständig beherrschen: AMD und Intel.

Die Marken polarisieren ziemlich stark und sammeln in ihrem Dunstkreis eine teils sehr emotionale Käuferschicht. Man fühlt sich wie im Kampf der Anhänger “Opel gegen VW”, “Boing gegen Airbus” oder “Milka gegen Ritter Sport”.

Eine Phenom-II CPU von AMD

Während AMD den Ruf des ewigen Rebellen umgibt, der robuste und günstige “Guerilla-CPUs” für Bastler baut, steht Intel eher für den seriösen Businessman mit den Attributen “Qualität” und “unheimlich Teuer”. Die “Extreme Edition” ihrer Prozessoren, abgekürzt mit “EE”, wird innerhalb der Community auch gerne “Extremely Expensive” gelesen – Sauteuer. Und das zu Recht: Das Spitzenmodell von Intel kostet alleine schon gute 900 Euro. Wo man im Supermarkt für das halbe Geld fast einen ganzen Computer mit Monitor und Drucker bekommt, hat man bei Intel gerade mal die CPU erworben… Dagegen kostet das Spitzenmodell von AMD nur ein wenig mehr als 150 Euro.

Es ist schwer, bei Prozessoren langfristige Empfehlungen abzugeben. Der Markt ändert sich beinahe täglich und mit der nächsten Neuvorstellung könnten alle bisherigen Ratschläge über den Haufen geworfen werden.
Generell sollte man aber auf folgende Punkte achten:

  • Mehr Kerne heißt nicht zwangsläufig mehr Geschwindigkeit.
  • Nicht nur Prozessorpreise, sondern auch die Kosten für Board und RAM beachten! Manche Intel Boards kosten 75 bis 150 Euro mehr als vergleichbare Boards für AMD CPUs.
  • Bei Workstations ist Rechenleistung alles. Da empfiehlt sich der schwerste Mehrkernprozessor, der am Markt ist. Aktuelle Video- und Bildbearbeitungssoftware kann mit vielen Kernen bestens umgehen.
  • Bei Office-PCs und Internet Maschinen sollte man lieber auf Sparsamkeit und leisen Betrieb achten. Hier gibt es von AMD und Intel spezielle Prozessorvarianten, die weniger Energie bei gleichem Takt verbrauchen (Stichwort “Energy Efficient”) und trotzdem nicht viel mehr kosten. Diese Prozessoren sind eine absolute Empfehlung!

CPU-Kühler:

Gerade bei den Hexa-Cores von AMD soll der Kühler sehr laut sein, vor allem unter Last. Hier kann man mit rund 50 Euro und vergleichsweise wenig Aufwand einen echten Nerv-Faktor aus dem Weg räumen. Von “Zalman” bekommt man recht schöne CPU-Kühler, wie den “Zalman CNPS9900“*. Die Firma Scythe hat in letzter Zeit mit ihrem “Scythe SCMG-2100 Mugen II“* einen Quasi-Standard für leistungsfähige Kühler gebaut. Allerdings sollte man bei dem wirklich zwei Mal messen!

Achtung! Manchmal sind die Mainboards so ausgelegt, dass sie den Luftstrom des CPU-Kühlers mitbenutzen. In dem Fall unbedingt eine Variante wählen, welche die Luft nach unten in Richtung Board bläst und nicht sternförmig zu allen Seiten.
Auf dem Bild des Asus Boards kann man an der Heatpipe Kühlung rund um den CPU-Sockel schön erkennen, was ich meine…

Größer? Klick drauf!

Außerdem gilt es wie weiter oben bereits angedeutet zu beachten, die Maße des Lüfters seiner Wahl mit denen des Mainboards und des Gehäuses zu vergleichen. Schon oft habe ich gesehen, wie ein monströser Kühlkörper mit einem Kondensator auf dem Mainboard in Konflikt geraten ist, oder die komplette Lösung verschraubt auf einmal so hoch war, dass man in die Gehäusewand ein Loch schneiden musste. Und das ist nicht wirklich schön :-/

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