Server Netzwerkkarte der Firma Intel mit 2 Ports

Der optimale PC – Die Netzwerkkarte

Ein nichtvernetzter PC ist heute fast undenkbar. Das war nicht immer so…

Noch vor einigen Jahren musste man in die PCs Netzwerkkarten nachrüsten, um sie in ein Netzwerk integrieren zu können. Erst der Siegeszug der hochintegrierten Chipsätze brachte die Netzwerkkarte direkt auf das Mainboard, wie auch die Soundkarte, den Controller und mittlerweile manchmal sogar die Grafikkarte.

Eine Netzwerkkarte der Firma 3COMEine große 4-Port Netzwekkarte der Firma D-Link

Was aber einerseits den Preis des Systems in den Keller treibt, mindert auf der anderen Seite die Leistung des kompletten PCs.
Das Kopieren großer Datenmengen über eine onBoard Netzwerkkarte kann einen Kern der CPU aber schon mal zu 80% beanspruchen. Der zweite Kern beschäftigt sich derweil intensiv mit den Festplatten des Systems und der Verwaltung der Daten. Da bleibt dem Rechner für seine eigentlichen Aufgaben nur noch wenig Leistung übrig.

Und besonders Computerspieler kennen das Problem der Latenz beim online zocken. Da die Netzwerkkarte bei einer solchen Partie unablässig Pakete zwischen der Maschine und dem Internet austauscht, liegt ein stabiles Grundrauschen auf der CPU, die sich um die Berechnung dieses konstanten Datenstroms kümmern muss. Und zwar vorrangig! Sonst kommt es zu Instabilitäten bei der Verbindung und im schlimmsten Fall bricht die Übertragung mit der Meldung “out of sync” ab.

Wie löst man ein solches Dilemma?

Für jede Komponente, die in den Chipsatz integriert worden ist, gibt es immer noch spezielle Steckkarten, welche selbst ausgefeilte Chips beherbergen und die jeweiligen Berechnungen intern durchführen können, ohne die CPU zu belasten.

Server Netzwerkkarte der Firma Intel mit 2 Ports Es gibt professionelle Netzwerkkarten z.B. von Intel, deren Chips sich vollständig um die Verwaltung der Datenströme von und zum Netzwerk kümmern.

Leider gibt es bei allen angebotenen Karten immer zwei Varianten. Eine, welche die Berechnungen wirklich selbst machen kann, und eine andere, die wie die onBoard Komponenten trotzdem auf die CPU zugreift. Hier hilft nur sorgfältiges Lesen der Datenblätter.
Ein Kühlkörper auf dem Haupt-Chip der jeweiligen Karte liefert auch einen guten Hinweis darauf, ob er aktiv oder passiv läuft.

Was kostet der Spaß?

Netzwerkkarten sind nicht unbedingt extrem teuer. Eine “Intel (EXPI9400) PT PRO 1000 PCI-e“* Netzwerkkarte, die eigentlich für den Betrieb in Servern gedacht ist, um deren Latenz zu senken, bekommt man um 65 Euro.

Diese Karte würde ich besonders Computerspielern schwer ans Herz legen. Für relativ wenig Euro kann man die effektive Leistung seiner Maschine verglichen mit onBoard Komponenten ziemlich gut steigern.

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5 Kommentare

  1. Hallo!

    Spricht eigentlich etwas gegen den Intel PRO/1000 PT Desktop Adapter, als Alternative des Server Adapters oder ist dessen Leistung in irgendeiner Weise schwächer?

    Der Desktop Adapter kosten nur ein Drittel des Server-Adapters!

    MFG
    Andy

    1. Hallo Andy,

      meines Wissens gibt es den “PT” PRO 1000 (EXPI94xx) nur als Server Adapter mit ein, zwei oder vier Ports. Die Desktop Variante heißt “CT” Desktop Adapter (EXPI93xx).
      Intel bietet einen Produktvergleich (http://ark.intel.com/compare/50395,50497), der allerdings wenig aussagt. Einzig der Hinweis, dass die Desktop Variante 1,9 Watt, die Serverkarte hingegen 3,3 Watt Leistung aufnimmt, lässt darauf schließen, dass der Chip auf dem Server Board mehr kann, als der vom Desktop…

      1. Hab jetzt noch mal geschaut.
        Ich habe bei Geizhals folgende zwei Karten gefunden:
        1) http://geizhals.at/deutschland/180021
        2)http://geizhals.at/deutschland/180036

        Der Chip scheint bei beiden der gleiche zu sein. Der Intel 82572GI. Außer dem Namen und dem Preis sehe ich leider sonst keinen unterschied.

        Vielleicht bestell ich mir einfach beide um sie zu vergleichen.
        Gruß
        Andy

        1. Die Produktbilder sind auf alle Fälle identisch…? Mysteriös.
          Die Chips sind nicht die gleichen: Die Endung unterscheidet sich – der eine lautet auf “-EI” der andere auf “-GI”.
          Meine außerdem, wo gelesen zu haben, dass die Desktop Variante gegenüber der onBoard Netzwerkkarte “nur” 30% weniger Last macht.
          Ein befreundeter Admin von ‘nem Mittelständler, der in deren Maschinen mehrere Intel Serverkarten (auch die Quad-Varianten) verbaut hat, und ein Händlerkollege, hatten mir unabhängig voneinander versichert, dass bei den Intel Server Netzwerkkarten so gut wie keine Last auf die CPU kommt, da alles von der Karte selbst verwaltet und berechnet wird.

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