Soundkarte mit Hardwarebeschleunigung

Der optimale PC – Die Soundkarte

In den Anfängen hatten PCs keine wirkliche Soundausgabe. Sie machten über einen eingebauten Lautsprecher beim Einschalten „Piep“ – so, wie sie es zum Teil heute noch tun. Und das war’s dann.

Vor allem Bei Computerspielen war das ein ganz klarer Makel gegenüber einem Amiga oder den ersten Konsolen von Nintendo oder Sega. Da gab es dann ganz vereinzelt Spiele, welche eine spezielle Technik nutzen, und den Sound über den Lautsprecher modulieren konnten. Das hat sich allerdings nicht durchgesetzt.
Die ersten „echten“ Soundkarten waren von Roland die „LAPC1“ oder die „Adlib“ vom gleichnamigen Hersteller. Wobei die Adlib nur eine Midi-Karte war, also eine Art Synthesizer, die ausschließlich Musik wiedergeben konnte (wie ein Keyboard für Musiker). Die Roland war unbezahlbar und die Adlib war auch nicht gerade billig.

Den Durchbruch schaffte dann die allseits bekannte „Soundblaster“ Reihe von Creative Labs. Sie war die erste Soundkarte, mit der man Samples abspielen konnte, also einfach gesprochen WAV – Dateien wiedergeben. Ihrem Erscheinen hat der PC als Spieleplattform seinen kometenhaften Aufstieg zu einem großen Teil zu verdanken.
Ab der Soundblaster „Pro“ konnte man sogar Stereo wiedergeben :)

Die Soundkarten kamen dann langsam voran und wurden immer bezahlbarer. Allerdings war es über Jahre hinweg eher eine Evolution, keine Revolution. Diese kam erst in Form von erweiterten Soundeffekten wie Hall, Doppler-Effekt oder Echo. Der Unterschied zwischen einem Spiel mit und ohne diesen Effekten ist gewaltig. Egal, ob der Sound dröhnt, wenn man beim Autorennen durch einen Tunnel braust, oder die Gewehrsalven beim Egoshooter gespenstisch von einem Bergmassiv wiederhallen, all das schafft eine unglaublich tiefe Atmosphäre, die es erst möglich macht, ein Computerspiel mit allen Sinnen zu genießen.

Leider bezahlt man für diesen Tiefgang einen hohen Preis: Die CPU muss für die Berechnung des Halls und der weiteren Effekte gerade stehen, denn die gratis onBoard Soundkarten können das nicht selbst machen. Und das äußert sich dann in kurzen Latenzen. Sprich: Es „ruckelt“.
Was für einen „casual Gamer“, also den Freizeitspieler, nur ein wenig lästig ist, treibt gestandene Hardcore Zocker in den Wahnsinn. Hier entscheiden bereits kleinste Unterschiede, ob man triumphierend auf den erschossenen Gegner herab blickt, oder selbst Staub frisst.
Wenn man auf der Maustaste steht, um den finalen Schuss abzugeben, während man dem PC dabei zusieht, wie er genau in dem Moment kurz einfriert, um dann erschossen zu werden… Da ist schon so manche Maus dafür kaputt gegangen. Obwohl sie nichts dafür kann, denn der „Übeltäter“ ist in dem Fall oft die Soundkarte, weil sie die CPU in exakt dem Moment blockiert, in dem der Schuss fällt, da der Halleffekt berechnet werden muss.

Was also tun?

Wie beim Hardware RAID-Controller, der die CPU durch einen eigenen Chip entlastet, gibt es natürlich auch Soundkarten, die alle Audio Effekte über einen extra Chip selber rechnen können, ohne dabei den Prozessor zu belasten. Die Hardwarebeschleunigung ist das Kaufkriterium „Nummer Eins“ für eine extra Soundkarte. Denn vom Klang und vom Umfang der Anschlussmöglichkeiten her haben die onBoard Varianten schon lange mit den Steckkarten gleichgezogen. 7.1-Kanal Sound und digitale Ausgabe des Audiostroms? Das ist kein Problem mehr für selbst die günstigsten Varianten für die Office-PCs.
Nur die Berechnung der Soundeffekt ist etwas für spezielle Soundkarten. Und hier sollten richtige Gamer unbedingt zugreifen!

Soundkarte ohne HardwarebeschleunigungSoundkarte mit Hardwarebeschleunigung Sogar ein Blinder müsste bei der Asus und der Creative Labs Karte einen kleinen Unterschied bei der Größe des Chips feststellen können… Das ist zwar kein 100% sicheres Verfahren, aber schon mal ein guter Ausgangspunkt.

Was kostet der Spaß?

Soundkarten sind die günstigste Variante bei der Entlastung der CPU. Für z.B. eine „Creative Sound Blaster X-Fi Xtreme Audio PCI-e„* werden 50 Euro fällig.

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