Der optimale PC – Grafikkarte(n)

Moderne Oberklasse Grafikkarten übertreffen mit ihrem Rechenwerk (GPU – Graphic Processing Unit) ihre CPU-Kollegen in allen Belangen. Sie haben grob die doppelte Menge an Transistoren, verbrauchen bis zu vier Mal so viel Strom und kosten auch dementsprechend mehr.

Größer? Klick drauf!

Wie bei den Prozessoren gibt es im Grafikkartenmarkt nur noch zwei große Spieler: NVidia mit ihren G-Force Karten und ATI (von AMD gekauft) mit den Radeons. Und wieder spalten beide Firmen die Käuferschicht in zwei hoch emotionale Lager…

Genauer gesagt bauen ATI und NVidia nur die GPUs und legen ein “Referenzlayout” für die Karten fest. Die Grafikkarten selbst werden dann von darauf spezialisierten Firmen wie Sapphire, Powercolor und XFX, aber auch zusätzlich von Firmen wie ASUS, MSI und Gigabyte gebaut, die dann gerne darauf verweisen, dass z.B. in ein ASUS Board auch eine ASUS Grafikkarte gehört.

Global betrachtet ist der Grafikkartenhersteller Nummer eins aber Intel. Das liegt an der enorm hohen Zahl von onBoard Grafiklösungen, die von dem Konzern in der Office-Welt verkauft werden.
Matrox war früher bekannt für sehr hochwertige Grafikkarten, die gerne in PCs für CAD/CAM Anwendungen oder bei Grafikern eingebaut wurden. Heute hat Matrox aber bis auf einige exotische Multi-Schirm Systeme mit bis zu neun Schirmen (Börsen- oder Banksysteme) komplett an Bedeutung verloren. Und selbst in diesem kleinen Segment werden sie von ATI mit ihrer “Eyefinity” bezeichneten Lösung bedroht.

Es gibt bei Grafikkarten grob gesprochen vier Segmente, in welche sie eingeteilt werden:

  • Budget Klasse: Entsprechen in ihrer Leistung onBoard Lösungen, kosten etwa 50 Euro und kommen in der Regel ohne Lüfter aus. Diese Karten sind für Office- oder Internet PCs absolut ausreichend, wenn man keine onBoard Lösung hat oder eine alte auf den aktuellen Stand bringen will.
  • Mittelklasse: Für Preise zwischen 130 und 230 Euro bekommt man Karten aus dem Mittelklasse Segment. Sie entsprechen meistens Oberklasse-Karten, die abgespeckt wurden, um sie finanziell attraktiver zu machen und in großer Stückzahl auf den Markt zu drücken. Man taktet sie langsamer und rüstet sie mit weniger Grafikspeicher aus. Karten dieser Klasse gewinnen in der Rubrik “meiste FPS (Bei Computerspielen: Bilder pro Sekunde) pro Euro” und kommen einzeln für Workstations und im Doppelpack für Gamer-PCs in Frage.
  • Oberklasse: Je nach Lieferumfang und Ausstattung 250 bis 400 Euro teuer, repräsentieren sie den Standard, der meist in Gaming-PCs verbaut wird. Sie stellen einen soliden Kompromiss zwischen Mittelklasse und Enthusiasten Karten dar, vor allem, was bezahlbare Leistung angeht. In besseren Gaming-PCs werden sie paarweise eingebaut.
  • Enthusiasten Klasse: Wem das Beste gerade Gut genug ist, der greift zu den seltenen Enthusiasten Versionen der Grafikkarten, wenn man sie sich denn leisten kann (und will!). Hier bewegt man sich gänzlich am Limit des technisch Machbaren. Diese Karten haben in der Regel zwei der besten GPUs verbaut, die vom jeweiligen Hersteller gerade am Markt sind. Sie verbrauchen unter Last erschreckende 450 Watt und kosten nicht weniger erschreckende 600 Euro aufwärts. Wenn Geld überhaupt keine Rolle mehr spielt, kann man sie auch als Pärchen stecken. Dann braucht man für einen stabilen Betrieb ein Netzteil ab 1200 Watt und spielt in einer komplett anderen Liga, da dann jede Einzelkomponente sorgsam ausgewählt und jeder Aspekt berücksichtigt werden muss, damit das Ergebnis stimmt.

Der Grafikkarten Markt ist heftig umkämpft und noch schnelllebiger als der CPU Markt. Leider sind die Hersteller bei der Nummerierung ihrer Karten sehr unzuverlässig, so dass man alleine aus der Produktnummer keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Leistung ziehen kann. Die aktuelle Serie eines Grafikchips umfasst auch nicht selten bis zu 30 Modelle, die alle in Leistung und Preis differieren. Hier den Überblick zu behalten ist fast unmöglich und darum kann ich nur auf Tests entsprechender Hardwareseiten oder in Fachmagazinen verweisen, wenn man wissen möchte, welche Karte für sein Lieblingsspiel am Besten abschneidet.

Persönlich nehme ich seit Jahren ATI Karten, da meine Rechner meistens AMD Prozessoren verwenden, deren Maiboards ebenfalls über AMD Chipsätze verfügen. Da ATI von AMD gekauft worden ist, sind die Chipsatz- und Grafikkartentreiber sehr schön aufeinander abgestimmt und ich habe sehr selten Probleme damit.

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