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Nie wieder Acer!

Wenn „Wunsch“ und „Wirklichkeit“ bei der Garantie weit auseinander driften und dann auch noch die Kulanz-Abteilung auf stur schaltet, wird es Zeit, sich endgültig von dieser Firma zu trennen…

20.000 Stunden!

Worum geht es?
Um den Acer Beamer K330.
Um Acers markige Werbeaussagen, auf die man sich dann im Ernstfall nicht berufen kann.

Der K330 ist eines der ersten Geräte, die mit einem LED-Leuchtmittel ausgestattet sind, für das Acer eine Laufzeit von 20.000 Stunden angibt.

Mein Gedanke dabei: So ein Beamer läuft bei mir im Jahr nicht ganz 2.000 Stunden. Also hab ich 10 Jahre, bis die Lampe kaputt geht. Und dann wird es sowieso Zeit für einen neuen Beamer… OK, Gekauft!

Was natürlich nur im Kleingedruckten steht:
Es sind – BIS ZU – 20.000 Stunden.
Und eben – keine garantierten – 20.000 Stunden!

Man geht aber natürlich genau davon aus – dass diese Zahlen auch Relevanz haben – wenn man sie liest…

Und genau das erwarte ich auch von einem seriösen Anbieter, wenn er schon mit solch schwindelerregenden Zahlen um sich wirft!

Eine echte Garantie bekommt man von Acer
– zwei Jahre auf das Gerät und
nur ein mickriges Jahr (!) auf das Leuchtmittel.

Wunsch und Wirklichkeit

Soso… Ein Jahr Garantie auf das Leuchtmittel.
Das wären, wenn ich den Beamer 24/7 ein Jahr lang ununterbrochen laufen lasse
24 * 365 = 8.760 Stunden.

Acer garantiert also im allerbesten Fall nur 8.760 Stunden auf die LED.
Das ist weniger als die Hälfte von dem, was sie als Laufzeit angeben!

20.000?
8.760?!
Echt überzeugt ist man da von seinem eigenen Produkt wohl nicht wirklich.
Und das zu Recht, wie sich in meinem Fall herausstellt:

Ausfall nach ca. 4.000 Stunden

Mein Beamer (einer von vier, wohlgemerkt! Bin denen richtig auf den Leim gegangen…) ist nach 2 1/2 Jahren gute 4.000 Stunden gelaufen. Er kratzt also mit 20% an der von Acer angegebenen „bis zu“ 20.000 Stunden, welche die LED angeblich schaffen sollte. Das ist obendrein auch nur weniger als die Hälfte von dem, was Acer eigentlich „garantiert“!
Aber garantieren tun sie halt nicht eine definierte Laufzeit, sondern eine fixe Zeitspanne, egal, wie lange die LED in dieser tatsächlich gebrannt hat.

Jetzt ist das Leuchtmittel platt und ‚leuchtet‘ nur noch mit gefühlten 5% Leistung.

Also rufe ich bei Acer an, um zu fragen, was jetzt wird.

Wenigstens war der Kundendienst freundlich und hat diesen Widerspruch in den Zahlen auch anerkannt – machen könne man aber nix, das sei nun mal so.

Darauf habe ich gemeint, dann können sie gleich „bis zu EINER MILLION STUNDEN“ drauf schreiben, wenn sie sowieso für nichts garantieren und das eine reine Marketing-Zahl ist, um damit unbedarfte Kunden anzulocken. Da hat man das Achselzucken am anderen Ende der Leitung durch den Telefonhörer beinahe plastisch spüren können.

Es interessiert dort einfach niemand…
20.000 Stunden? Garantie?
Vier Beamer von uns gekauft in der Annahme, die würden jeweils 10 Jahre halten?
Nach 4.000 Stunden hin?
Kulanz?!
Uns doch Egal!

Man verschanzt sich hinter dem „bis zu“ und „ein Jahr Garantie“.
Von „20.000 Stunden garantierter Laufzeit“ stünde schließlich nirgends etwas.

Das ist sicher wahr.
Aber von „ein Jahr Garantie – entspricht maximal 8.760 Stunden“ steht eben auch nichts in den schönen Hochglanzprospekten!

Da kann man sich bei Acer die Angabe einer Laufzeit wirklich schenken, wenn sie derart unverbindlich und irreführend zugleich ist!

Interessant ist noch der Umstand, dass es an dem K330 Beamer keinen Modulschacht für die LED-Lampe gibt. Der Beamer ist also gar nicht dafür ausgelegt, dass diese getauscht werden kann! Jedenfalls nicht vom Endkunden.

Der Kostenvoranschlag für ein neues LED-Board nebst Treiber und Einbau beläuft sich auf 222,30 Euro. Das ist gut die Hälfte vom Neupreis des ganzen Beamers.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

Fazit

All diese Dinge sind dem Kundencenter bekannt!
Da bin ich wohl nicht der Erste, der sich wegen dieser Problematik dort beschwert…

Ausfall bei 20% der angegebenen Laufzeit.
Kulanz = Fehlanzeige!

Wäre eigentlich ein Fall für den Verbraucherschutz…

Daraus ziehe ich natürlich meine Schlüsse.
Für mich heißt es darum ab heute: „Nie wieder Acer!“

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