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Wir bauen einen Computer – Gehäuse vorbereiten 2/2

Nachdem wir die Lüfter eingebaut haben, entfernen wir die Anschluss-Blende auf der Rückseite des Gehäuses. Diese ersetzen wir durch die Blende, die beim Motherboard mitgeliefert wurde.

Ganz früher hielten sich die Mainboard-Produzenten noch an einen Quasi-Standard, wie die Anschluss-Bleche auszuführen sind. Oft hat die im Gehäuse verbaute Blende dann tatsächlich gepasst. Mittlerweile baut jeder Mainboard-Hersteller aber sein ›eigenes Ding‹ und liefert die passende Blende deswegen zusammen mit dem Board aus.

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Die Blende geht mitunter recht schwer und störrisch in die Fassung. Da hilft es, wenn man mittig von innen nach außen drückt. Irgendwann schnappt das Blech dann in die Rast-Punkte ein und ist damit arretiert.

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Manchmal kann es sein, dass die Mainboard Hersteller eine »Universalblende« mitliefern, auf denen einige Löcher durch kleine Metallplättchen verschlossen sind. Es gibt manche Hauptplatinen zum Beispiel mit zwei LAN-Anschlüssen oder einem integrierten WLAN. Da kann es vorkommen, dass Du mit einem Schraubendreher das Metallplättchen von der Blende entfernen musst, wenn Du ein Board mit solchen Anschlüssen hast. Einfach mal zum Test die Blende vor den I/O-Block halten und nachsehen, ob dabei ein Anschluss verdeckt wird. Das zu übersehen geht schnell und nachher kann man das ganze Board wieder rausschrauben, wenn man den Fehler bemerkt hat.

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Lass uns das Netzteil einbauen!
Für die Netzteile gibt es auch – wie für die Lüfter – Silikonrahmen, welche die Vibration des Ventilators gegen das Gehäuse dämpfen. Bei dem alten Rechner hatte ich eins eingebaut, das habe ich für das neue Netzteil gleich übernommen. Schaden kann es nicht..

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Ein Netzteil wird mit vier Schrauben von hinten in die dafür vorgesehene Blende verschraubt. Man kann es nicht ›verkehrt herum‹ einbauen, da die Schraublöcher kodiert sind und eins davon nicht am Rand liegt. Keine große Sache…

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Die Kabel vom Netzteil und die Anschlüsse des Front-Panels (Audio, USB, Schalter, LEDs) binde ich erst mal mit Klett-Bändern zur Seite, damit sie beim Einbau des Mainboards später nicht im Weg hängen. Antec war so nett, beim Netzteil welche mitzuliefern. So ein Klettband ist ein klasse Zubehör, weil man es schnell öffnen, schließen und wiederverwenden kann. Kabelbinder sind dagegen eine ›einmalige‹ Angelegenheit und für den letzten Schliff, wenn alles fertig eingebaut ist…

Jetzt geht es an die Abstandshülsen für die Mainboard Montage:
Auf der Seitenwand des Gehäuses, die später das Mainboard tragen soll, befinden sich viele Bohrlöcher. Dort gehören die oben erwähnten Abstandshülsen eingeschraubt, in die dann später wiederum das Mainboard verschraubt wird. Aber welche Löcher sollen wir dafür verwenden?

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Auf ›besseren‹ Gehäusen sind die Schraublöcher mit Buchstaben oder Zahlen gekennzeichnet. Bei mir verwende ich die »A«-Kodierung, da diese bei dem Chieftec für den großen ATX Formfaktor steht. Trotzdem sollten wir zur Kontrolle das Mainboard aus der Verpackung nehmen und in das Gehäuse halten, um definitiv alle Schraublöcher zu identifizieren. Die Markierung kann man gut mit einem Edding erledigen. Das Board dazu ein paar Millimeter von der hinteren Gehäusewand weg schieben und dann in jedes Loch, das verschraubt werden soll, einen Tupfen mit dem Edding machen. Wenn wir das Board nun wieder zur Seite legen, sehen wir sofort auf dem Boden des Seitenteils, welche Schraublöcher gebraucht werden und mit Abstandshülsen versehen werden müssen.

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Vorsicht! Eine Abstandshülse an der falschen Stelle kann sehr schnell zu einem Kurzschluss führen, da der Boden des Mainboards mit seinen Kontakten direkt darauf aufliegt. Hier prüfen wir lieber zwei Mal, ob alles stimmt und die Zahl der Löcher auf dem Board mit der Zahl der verbauten Hülsen übereinstimmt.

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